Veränderungen beginnen mit dem ersten Schritt.

 
Helmut Konnerth
Heilpraktiker für Psychotherapie

 

Beschwerdebilder

Ängste

Angst ist ein Gefühl, das jeder Mensch kennt. Es gibt kein Leben ohne Angst und das ist auch gut so, denn die Angst übernimmt eine wichtige Warnfunktion und stellt so einen unverzichtbaren Schutz vor den Gefahren des täglichen Lebens dar, ohne den wir Menschen nicht überleben könnten. Wenn aber die Angst unangemessen und so lebensbestimmend wird, dass dadurch die Lebensfreude leidet und die alltäglichen Dinge nur noch eingeschränkt bewältigt werden können, spricht man von einer Angststörung.

Unbehandelte Angststörungen können sich leicht ausweiten und immer mehr Lebensbereiche betreffen, was schließlich zur "Angst vor der Angst" führt. Die Betroffenen vermeiden zunehmend Angst auslösende Orte, Situationen und soziale Kontakte, ziehen sich immer mehr aus dem aktiven Leben und dem sozialen Umfeld zurück und geraten so immer tiefer in die Isolation.

In der Verhaltenstherapie lernt der Patient zu verstehen, welche Denkabläufe seiner Angst zugrunde liegen und welche Bedingungen sie aufrecht erhalten. Problematische Gefühle und Verhaltensweisen werden bewusst korrigiert und so der Teufelskreis der Angst durchbrochen.

Depressionen

Die Depression gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, die sich in zahlreichen, auch körperlichen Beschwerden äußern kann und tiefgreifenden Einfluss auf das Fühlen, Denken und Handeln der betroffenen Menschen hat. Dabei kann die Symptomatik sehr unterschiedlich sein. Während manche Patienten ihre Gemütslage als hoffnungslos und verzweifelt beschreiben, klagen andere über ihre Freud- und Interessenlosigkeit oder es stehen vegetative Symptome im Vordergrund. Der Alltag der Patienten in depressiven Episoden wird zunehmend schwieriger und ist geprägt von fehlendem Antrieb und Lustlosigkeit, sodass sie sich zu allem zwingen müssen, auch zu Dingen, die ihnen vor Beginn der Störung Freude bereitet haben. Im weiteren Verlauf ziehen sie sich zunehmend aus ihrem sozialen Umfeld zurück und geraten dann immer tiefer in eine Abwärtsspirale der Depression.

Die kognitive Verhaltenstherapie setzt bei der Behandlung von Depressionen an der Art des Denkens und des Verhaltens an, die es ebenso zu verändern gilt, wie die Gestaltung des Alltags, um so wieder mehr Lebensfreude zu gewinnen.

Burnout

Burnout an sich ist keine psychische Störung, sondern ein Entwicklungsprozess, der über eine lange Zeit in typischen Phasen verläuft, sich dennoch bei jedem Menschen auf individuelle Weise ausdrückt und unbehandelt in eine schwere Depression münden kann. Christian Schopper spricht hier von einem "Infarkt der Seele", wenn der Zustand der inneren Erschöpfung - des Ausgebrannt-Seins - erreicht ist, weil die Entwicklung nicht erkannt und keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen wurden.

Burnout geht mit erheblichem subjektivem Leiden, gesundheitlichen Problemen und einer reduzierten Arbeitsleistung einher. Der Prozess beginnt meist mit harmlos wirkenden Warnsignalen, die Zahl und Intensität der Symptome nehmen jedoch immer mehr zu, bis zum völligen Zusammenbruch und dem Verlust der Arbeitsfähigkeit. Gerade in den Anfangsphasen des Burnout findet bei den Betroffenen meist eine Fehleinschätzung des eigenen Zustandes statt, weshalb sie leider erst spät Hilfe suchen. 

Es gilt zunächst gemeinsam mit dem Klienten herauszufinden, welche Stressoren im Wesentlichen für die psychische Belastung ursächlich sind und zu analysieren, in welchem Maße sie ihn belasten, da nicht alle Stressoren in gleicher Weise „schädlich“ sind. Es gibt eine ganze Reihe von Stressoren, die unser Leben beeinflussen und auf die wir selbst keinen unmittelbaren Einfluss nehmen können. Den Umgang mit ihnen aber können wir ändern, d.h. Stressvermeidung, Stressbewältigung und Stressabbau.